Erfolgreiches Wochenende beim Hungarian Open und Hungarian Kickboxing Worldcup: Drei Athleten vom Kampfsport Team Kramer holen insgesamt vier Medaillen.

Budapest – Vom 28. bis 30. September 2026 traf sich die internationale Kickbox-Elite in Budapest zum Hungarian Open und zum Hungarian Kickboxing Worldcup. Mit drei Athleten ging Kampfsport Team Kramer dort an den Start. Die Reise nach Ungarn wurde für das Team zu einem großen Erfolg: Sebastian Caprariu, Noah Rentz und Kaan Yazici erkämpften insgesamt vier Medaillen.

Den Auftakt machte am Freitag der 15-jährige Sebastian Caprariu. Bei der Hungarian Open trat er in der Beginner-Klasse im Leichtkontakt bis 57 Kilogramm an. Im Halbfinale wartete mit dem Bulgaren Danail Lechev ein starker Gegner. Es entwickelte sich ein rasanter und ausgeglichener Schlagabtausch, bei dem Caprariu am Ende knapp unterlag. Damit sicherte er sich die Bronzemedaille. Lechev setzte seinen erfolgreichen Turnierverlauf anschließend fort und gewann auch das Finale der Kategorie.

Am Sonntag griffen die beiden 13-jährigen Noah Rentz und Kaan Yazici in das Wettkampfgeschehen ein. Im Leichtkontakt gingen beide für den deutschen WAKO-Bundeskader an den Start. Im Kick Light vertraten sie Kampfsport Team Kramer über den LSV Kickboxen Waldkraiburg e. V.

Noah Rentz startete im Leichtkontakt bis 37 Kilogramm und legte einen beeindruckenden Turnierverlauf hin. Im Achtelfinale traf er auf einen ungarischen Kämpfer, den er souverän mit 3:0 bezwang. In der nächsten Runde wartete ein Athlet aus dem ukrainischen Nationalkader. Rentz setzte sich mit cleveren taktischen Manövern knapp mit 2:1 durch. Im Halbfinale zeigte der junge Kämpfer erneut eine starke Leistung. Gegen Kamo Sahakyan aus dem armenischen Nationalkader dominierte Rentz den Kampf und gewann deutlich mit 3:0.

Im Finale stand ihm schließlich der Brite Lucas Collinge gegenüber. Der britische Kämpfer arbeitete sehr aktiv mit seinen Kicks und stellte Rentz damit vor eine schwierige Aufgabe. Nach einer starken zweiten Runde musste sich der 13-Jährige Waldkraiburger letztlich geschlagen geben. Mit der Silbermedaille im Leichtkontakt krönte Rentz dennoch einen starken Auftritt.

Auch im Kick Light bis 37 Kilogramm kämpfte Rentz um die Medaillen. Im Viertelfinale dominierte er einen Athleten von Wolfpack UK und gewann erneut eindeutig mit 3:0. Im Halbfinale musste er sich anschließend dem Rumänen David Gherasim geschlagen geben. Damit sicherte sich Rentz auch in dieser Disziplin eine Medaille und nahm Bronze mit nach Hause.

Auch Kaan Yazici zeigte im Leichtkontakt bis 52 Kilogramm starke Leistungen. Im Achtelfinale traf er auf den Briten Ali Ayaaz. Yazici kontrollierte den Kampf über weite Strecken und setzte sich souverän mit 3:0 durch.

Im Viertelfinale wartete ein Kämpfer aus dem israelischen Nationalkader. In einem engen Duell behielt Yazici mit 2:1 die Oberhand und zog ins Halbfinale ein.

Dort traf er auf den Kroaten Marko Vlahek. Yazici führte den Kampf bis in die letzte Minute eindeutig und schien auf dem besten Weg ins Finale. Zwei Minuspunkte gegen Yazici veränderten jedoch den Punktestand entscheidend. Der Kroate konnte den Kampf dadurch noch drehen und gewann. Für Kaan Yazici bedeutete dies am Ende die Bronzemedaille. Ein Start im Kick Light blieb Yazici aufgrund einer zeitlichen Überschneidung mit seiner Leichtkontakt-Kategorie verwehrt.

Blick Richtung Jugend-Weltmeisterschaft

Coach Michael Kramer zeigte sich mit den Leistungen seiner Schützlinge sehr zufrieden. Die Ergebnisse in Budapest seien eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zum nächsten großen Saisonhöhepunkt.

„Im September findet die Jugend-Weltmeisterschaft in Jesolo statt. Bis dahin werden wir noch an ein paar Details feilen. Das Ziel ist Gold“, blickt Kramer bereits auf das kommende Turnier.

Mit vier Medaillen im Gepäck und zahlreichen starken Kämpfen gegen internationale Konkurrenz fiebert das Waldkraiburger Team nun mit viel Selbstvertrauen auf die Jugend-Weltmeisterschaft in Jesolo hin.